Die Haut

Aushängeschild und Visitenkarte der Persönlichkeit - Spiegel der Seele. Haut und Nervensystem haben entwicklungsgeschichtlich den gleichen Ursprung. Die Nervenenden gehen bis in die Haut, schütten dort Botenstoffe aus und haben direkten Kontakt zu den Abwehrzellen. Das erklärt, warum sich Hautkrankheiten in Stresssituationen verschlimmern.

Kranke Haut - kranke Psyche - laut der dtsch. Dermatologischen Gesellschaft schränken schwere Hauterkrankungen die Lebensqualität ähnlich stark ein wie Herzkrankheiten oder Diabetes. Jeder vierte Mensch mit Hautproblemen wird depressiv und zieht sich völlig zurück. Hauterkrankungen stehen in Deutschland an zweiter Stelle der Berufskrankheiten. Circa 2 Quadratmeter Haut schützen den gesamten Körper vor äußeren Einflüssen. Sie ist eine Barriere gegenüber der „Außenwelt" und beinhaltet auch die „Rheinsche Barriere“ die ein Eindringen von außen verhindern soll. Ein Kraftfeld das nur lebende Menschen haben. Unterteilt wird die Haut in drei Hauptschichten:

• Oberhaut • Lederhaut • Unterhautfettgewebe.

Die Oberhaut ist die äußere Schicht und für den täglichen Hautschutz die wichtigste Schicht. Je nach Körperregion ist diese Schicht unterschiedlich dick. An der Oberfläche befinden sich mehrere Hornzellschichten. Die einzelnen Hornzellen werden ständig abgestoßen, da aus den unteren Schichten immer wieder neue Zellen nachgeschoben werden. Das Abstoßen dieser toten Hornzellen ist bei einer gebräunten Haut besonders gut sichtbar. Kleine Hautschuppen lösen sich von der obersten Schicht (eine sichtbare Schuppe besteht aus circa 500 Hornzellen).

Die Hautoberfläche ist mit dem sogenannten Hydrolipidfilm – einer Emulsion von Wasser (hydro) und Fett (lipos) – überzogen. Seine Hauptaufgabe als äußere Barriere ist die Abwehr von Bakterien und Pilzen. (Oft fälschlich als Säureschutzmantel definiert).

Daneben hält er die Hautoberfläche geschmeidig. Bei der gesunden Haut liegt eine intakte Balance zwischen Fett und Feuchtigkeit vor. Der Hydrolipidfilm variiert in Menge und Zusammensetzung u.a. je nach Körperregion und Faktoren wie Tageszeit, Jahreszeit, Luftfeuchte, Ernährung, Stress und/oder Krankheit. Viele Menschen haben im Winter trockenere Haut als im Sommer.

Der Hydrolipidfilm setzt sich zusammen aus:

  • Schweiß und Talgdrüsenfetten. Die Talgdrüsen stellen ihre Tätigkeit bei meist 5 bis 10 Grad Celsius ein.
  • Substanzen aus dem Verhornungsprozeß (Eiweißspaltprodukte)
  • Die in Abstoßung befindlichen, noch haftenden Hornzellen
  • Wasser, das aus den untersten Schichten nach außen gelangt ist

Die Aufgaben des Hydrolipidfilms:

  •  Abwehr von Eindringlingen
  •  Erhalt der Geschmeidigkeit der Hautoberfläche
  •  Der auf der Haut auch nachweisbare Säureanteil sind Ausscheidungen die durch Mineralien gebunden und abtransportiert werden sollten. Unser Blut hat einen PH Wert von normalerweise 7,35. Babys kommen mit einem Hautwert von normalerweise 8 zur Welt. Untersuchungen haben gezeigt dass ein leicht saures Milieu für die Haut besser ist als ein zu basisches.

Ist die Haut zu sauer besteht die Gefahr von Pilzinfektionen und Ausschlägen.
Ist sie zu basisch führ das zu Ekzemen bis zu Wurmbefall. Das Mittelmaß ist wie immer wichtig. Wenn Sie Hautprobleme haben wechseln sie den Basenwert Ihrer Produkte. Wir beraten Sie gerne.

Egal wie die Probleme und Gedankengänge geartet sind. Kein Mensch kann ohne Langzeitfolgen einen PH Wert ertragen der geartet ist wie ein Badreiniger ohne die Säuren zu binden. Dies geschieht mittels Mineralstoffe aus natürlichem Ursprung. Keine Citrate, Laktate oder ähnliche Derivate. Unser Waschblock enthält über 50 natürliche Mineralstoffe die der Haut helfen sich zu schützen. Bei allen Arten von Hautproblemen die beste Empfehlung. Bei krankhaftem Hautbild sprechen sie das bitte mit Ihrem Arzt ab.

Werden die obersten Hornzellagen durch unsachgemäße Behandlung z.B. abreißen eines Pflasters oder unsachgemäße Hautreinigung zerstört, trocknet die Hautoberfläche aus. Die Haut spannt, juckt, schuppt oder reißt ein (Schrunden), dadurch können Wasser, Chemikalien und krankmachende Mikroorganismen von außen in tiefere Hautschichten eindringen und Wasser aus tieferen Hautschichten geht verstärkt verloren. Damit die Haut ihre Schutzfunktion wieder ausüben kann, findet eine gesteigerte Cholesterin-, Fettsäure und Lipidproduktion statt.

Alle 28 Tage, also ca. im 4-Wochen-Rhythmus hat sich die sehr dünne Oberhaut vollkommen erneuert. Je älter wir werden, umso weniger neue Zellen werden gebildet, das bedeutet, die Hauterneuerung dauert dann bis zu 6 Wochen. Die Verhornung wird unregelmäßiger, Hautpflege von innen und außen wird immer wichtiger.

Die Lederhaut besteht aus festem Bindegewebe und enthält stabilisierende Gitterfasern. Aus der Lederhaut tierischer Häute wird das Leder hergestellt; daher stammt der Name „Lederhaut". In der Lederhaut verlaufen zahlreiche Nervenenden und Gefäße (Arterien, Venen, Lymphgefäße), die für die Versorgung der Oberhaut zuständig sind.

Außerdem sind in der Lederhaut Talg- und Schweißdrüsen, kollagene Faserbündel und das Bindegewebe enthalten. Talg- und Schweißdrüsen produzieren die natürlichen Inhaltsstoffe, die wir brauchen, um die Hautoberfläche glatt und elastisch zu erhalten.

Kollagen:

Kollagen ist der Baustoff des Bindegewebes. Der Anteil der kollagenen Fasern beträgt ca. 70%.

Kollagen ist für die Elastizität und die Feuchtigkeitsspeicherung verantwortlich. Mit zunehmendem Alter (schon ab 20) wird das kollagene Fasergewebe unelastisch und verliert seine Fähigkeit, Feuchtigkeit zu speichern. Die Haut verliert an Spannkraft und wird „welk". Kollagen besteht aus den Aminosäuren (=aufgespaltenem Eiweiß) Glycin, Prolin und dem Schwefelspender Zystein. Diese Eiweißbausteine werden mit Hilfe von Zink und Vitamin C zu einem fast unzerreißbaren Geflecht verknüpft und verschweißt, sowie durch kräftige, dabei dehnbare Elastin Fasern verstärkt.

Wir waren 2001 eine der ersten Kosmetikfirmen die Peptide in der Kosmetik einsetzten. Pro Kollagenpeptide senden Signale an die Kollagen produzierende Zellen, die den Kollagenabbau vermindern bzw. Wieder aufbauen. Dadurch werden Hautrisse gemindert, Krähenfüße Fältchen und Dehnungsstreifen verschwinden oder erscheinen schwächer, Narbengewebe wird reduziert und unansehnliche Pigmentstellen korrigiert. Anstelle von tierischen Peptiden setzten wir hydrolisiertes Reisprotein ein.

Elastin:

Elastin ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil des Bindegewebes. Die Verflechtung der Kollagenfasern mit einem Elastin Netz gibt der Haut ihre kosmetischen Eigenschaften wie Elastizität, Geschmeidigkeit und Glätte. Die Elastin Bildung beginnt mit dem embryonalen Leben und nimmt mit zunehmendem Alter ab. Der allmähliche Abbau des Elastins ist der Beginn der Hautalterung. Morgens ist die Haut, vor allem im Bereich von Hals, Brust und Bauch glatter, das liegt daran, dass nachts das Bindegewebe durch Enzyme aufgepolstert wird. Enzyme können nur wirksam werden, wenn das Blut ausreichend Aminosäuren herbeischaffen kann. Dies geschieht durch eine gesunde vitalstoffreiche Ernährung und ausreichenden Schlaf. Ansonsten sterben die Enzyme in Massen ab und die Haut wirkt am Morgen faltig, welk und alt. Nach 19 Jahren Forschung setzten wir 2008 als erste Kosmetikfirma Ethocyn in einem kosmetischen Produkt ein.

Ethocyn ist in der Lage den Elastin Gehalt der Haut wieder aufzubauen. Elastin sorgt dafür, dass die Haut elastisch und geschmeidig bleibt. Mit zunehmendem Alter verliert die Haut immer mehr an Elastizität, weil immer weniger Elastin (= eine dehnbare, in sich zusammengerollte Protein- Faser) gebildet wird. Am meisten Elastin befindet sich in der Haut von 18-25 Jährigen. Ethocyn wird z.B. bei Schönheitsoperationen benutzt, um die Haut elastischer zu machen. Wissenschaftliche Studien konnten nachweisen, dass bei einer 77 jährigen Person nach 8 Wochen Anwendungszeit die Hautelastizität der einer 25jährigen entsprach.

(www.ethocyn.com)

Das Unterhautfettgewebe ist aus lockerem Bindegewebe aufgebaut, in das mehr oder weniger reichlich gefüllte Fettzellen eingelagert sind. Das Unterhautfettgewebe ist die dickste Schicht der Haut und hat eine sinnvolle stützende Funktion. Es dient auch als Vorratskammer, denn hier werden fast zwei Drittel unseres Körperfettes gespeichert. Gleichzeitig ist die Fettschicht Polster vor Druck und Schlag, aber auch Kälteschutz für die inneren Organe. Verwechseln Sie dieses Fett jedoch nicht mit dem Speicherfett das uns dick erscheinen lässt.

Funktionen der Haut:

  •  Schutz vor Kälte, Hitze, Strahlung
  •  Schutz vor Druck, Stoß, Reibung
  •  Schutz vor Einwirkungen chemischer Substanzen
  •  Schutz vor Eindringen von Keimen (Ausbildung des Säureschutzmantels)
  •  Schutz vor Wärme- und Wasserverlust
  •  Abwehr von eindringenden Mikroorganismen
  •  Resorption bestimmter Wirkstoffe
  •  Ausscheiden von Schweiß (Ausleitung von Schadstoffen und Kühlfunktion)
  •  Kreislauf- und Thermoregulation durch Hautdurchblutung
  •  Druck-, Vibrations-, Tast-, Schmerz- und Temperatursinnesorgan

 

Die Haut in Zahlen:

  •  Die Haut macht etwa ein Fünftel unseres Körpergewichts aus. Sie ist unser größtes Organ.
  •  Ein Drittel unseres Blutvolumens kann von der Haut aufgenommen werden
  • (Gesamtvolumen im Körper = fünf bis sechs Liter).
  •  Innerhalb 24 Stunden können 500 bis 600 ml Wasser über die Haut abdunsten.
  • Bei extremem Schwitzen können es bis zu zehn Liter sein (circa zwei Millionen Schweißdrüsen sind über den gesamten Körper verteilt).
  •  Die Reißfestigkeit beträgt bis zu 90 kg/cm.
  •  Aus circa fünf Millionen Haarfollikeln sprießen Haare, circa eine Million sind es im Kopfbereich.
  • Die Haut als äußere Schutzschicht des Körpers enthält viele Sinnesrezeptoren und spielt eine wichtige Rolle als Informationslieferant für das zentrale Nervensystem. Die Wahrnehmungsfunktion wird durch verschiedene spezialisierte Nervenzellen ermöglicht, die in die Haut eingebaut sind.
  • Ein cm2 Haut enthält im Durchschnitt:
  •  6.000.000 Zellen
  •  5.000 Sinneskörperchen
  •  400 Nervenfasern
  •  200 Schmerzrezeptoren
  •  1 m Blutgefäße
  •  100 Schweißdrüsen
  •  25 Tastkörperchen
  •  15 Talgdrüsen
  •  12 Kältefühler
  •  2 Wärmefühler
  •  5 Haare

Verschiedene Nervenzellen dienen zur Unterscheidung von Berührung, Druck, Wärme und Schmerz. Die Haut hat aber noch andere Funktionen, darunter die der Wärmeregulation. Die Schweißdrüsen produzieren eine Flüssigkeit, die den Körper durch Verdampfung kühlt; glatte Muskeln sind mit den Haarfollikeln verbunden und können die Haare aufrichten und so den Wärmeverlust durch eine Schicht stillstehender Luft vermindern. Zusätzlich können Skelettmuskeln das wärmeproduzierende Phänomen des Muskelzitterns durch unwillkürliche Kontraktionen hervorrufen. Das Aussehen der Haut hängt vom seelischen Befinden und vom allgemeinen Gesundheitszustand ab, sie kann viele verschiedene Krankheiten widerspiegeln. Die Haut ist neben unserem Darm unser größtes Organ und besteht aus folgenden chemischen Bestandteilen: Wasser 65 %, Proteine 13 %, Lipide 22 %

Innere und äußere Einflüsse können die Haut schwächen und ihre ästhetische Qualität beeinflussen.

Folgende Faktoren wirken sich negativ auf unsere Haut aus:

  •  Kaltes und trockenes Klima trocknet die Haut aus.
  •  Hitze vergrößert den Feuchtigkeitsverlust durch Ausdünstung und kann die Haut austrocknen.
  •  Heißes und tropisches Klima vergrößert die Schweissausdünstung,
  •  die Hautoberfläche wird ölig.
  •  Sonnenstrahlen beschleunigen den Alterungsprozess, da die ultravioletten Strahlen die Hautzellen und das Gewebe beschädigen.
  •  Klimaanlage und Zentralheizung trocknen die Haut aus und es entsteht ein Feuchtigkeitsverlust.
  •  Luftverschmutzung beeinträchtigt die Gesundheit der Haut. Das Ergebnis ist traurig: Die Haut wird stumpf, rau und mit der Zeit entstehen Falten. Ab einem gewissen Alter können sogar Altersflecken auf der Hautoberfläche auftreten. Diese sind nicht ausgeschiedene Säurebestandteile die Zellen zum oxydieren bringen.

Das Immunsystem der Haut

Die Haut als flächenmäßig größtes Organ verfügt mit den Langerhans Zellen in der untersten Epidermis Schicht über spezialisierte, immunologisch kompetente Zellen. Die Langerhans Zellen spielen eine zentrale Rolle im Immunsystem der Haut und sind in ihrer Funktion eng verknüpft mit dem im ganzen Körper wirksamen Abwehrsystem.

Die körpereigene Abwehr von Mikroorganismen beginnt direkt an der Hautoberfläche: Spezielle Fettsäuren aus den Talgdrüsen und Ausscheidungen bestimmter Bakterien, die zur physiologischen Hautflora gehören, hemmen das Wachstum von Pilzen und Bakterien. Bestimmte Enzyme des Schweißes (Lysozyme) können die Zellwände von Eindringlingen zersetzen. Dringt jedoch – zum Beispiel aufgrund eines Hautschadens – trotzdem ein Fremdkörper ein, so reagiert das Immunsystem der Haut. Viele Hautzellen sind an der Abwehr von Fremdkörpern beteiligt. Dabei gehören einige Zellen – wie die Langerhans Zellen – ausschließlich dem Immunsystem der Haut an.

Ursprung und Physiologie der Langerhans Zellen

Die Langerhans Zellen stammen aus dem Knochenmark. Sie besiedeln die Epidermis in Form eines regelmäßig angeordneten Netzes, wobei sie eine Dichte von etwa 700 bis 800 Zellen pro Quadratmillimeter erreichen. Sie stellen den periphersten "Posten" des Immunsystems dar und gehören neben den Makrophagen und den Granulozyten der myeloischen Zellreihe an. Die Langerhans Zellen sind darauf spezialisiert, ruhende T-Helfer-Zellen zu aktivieren und somit eine primär T-Zellabhängige Immunantwort einzuleiten. Sie spielen dadurch eine wichtige Rolle bei Kontaktallergien, Hauttransplantat-Abstoßungen und anderen immunologischen Prozessen der Haut. Nach Kontakt mit dem entsprechenden Antigen (Viren, Kontaktallergene, Hauttransplantate)

verlässt die Langerhans Zelle die Epidermis und gelangt über den Lymphstrom in einen Lymphknoten. Auf diesem Weg durchläuft die Langerhans Zelle einen Reifungsprozess, der zur Präsentation des Antigens auf der Zelloberfläche führt. Die auswandernden Zellen werden durch eine entsprechende Anzahl neuer Langerhans Zellen aus dem Knochenmark ersetzt. Makrophagen – eine Form der Fresszellen (Phagozyten) – reagieren als erste auf Eindringlinge. Sie kommen in der Haut in verschiedenen Erscheinungsformen vor: In der Epidermis sind dies die Langerhans Zellen, in der Dermis die sogenannten Gewebsmakrophagen. Im Lymphknoten aktivieren die so gereiften Langerhans Zellen T-Helfer-Zellen, die ihrerseits passende antigenspezifische Rezeptoren auf ihrer Oberfläche besitzen. Sie leiten somit die Reaktion des systemischen Immunsystems ein.

Äußere Einflüsse auf das Immunsystem der Haut

  •  Die Aktivität der Langerhans Zellen in der Epidermis wird u.a. beeinflusst durch:
  •  Zelluläre Botenstoffe (Zytokine), wie zum Beispiel das Interleukin-10
  •  UV-Bestrahlung
  •  Photochemotherapie
  •  Immunsuppressive Medikamente (zum Beispiel Kortikoide)
  • Nach intensiver UV-Bestrahlung konnte beobachtet werden, daß die Langerhans Zellen ihre Zellfortsätze einziehen und aus der Epidermis auswandern. Interleukin-10 (IL-10), das durch die Zellen der Haut bei UV-Bestrahlung freigesetzt wird, bewirkt eine Beeinträchtigung des gesamten Immunsystems, also auch in den überstrahlten Gebieten.
  • Regenerations- und Reparaturmechanismen
  • Die Haut verfügt über verschiedene Regenerations- und Reparaturmechanismen, um durch äußere Einwirkungen entstandene Schäden zu beheben und die daraus resultierenden Funktionsverluste zu beseitigen.
  • Reaktionen der Hornschicht
  • Wirken mechanische, physikalische oder chemische Reize von außen ein, verdickt sich die Hornschicht. Typisches Beispiel ist die Entstehung der Lichtschwielen nach intensiver UV-Bestrahlung oder die Ausbildung von Druckschwielen an mechanisch belasteten Hautregionen (Handflächen, Fußsohlen). Das ist auch ein ungewünschtes Problem bei zu häufigem oder für die jeweilige Haut falschem Peeling.

Regeneration von UV-bedingten Schäden

Unter intensiver UV-Bestrahlung entstehen primäre Schäden an der Erbsubstanz. Sekundäre Schäden an Zellproteinen und Membranen entstehen durch Freie Radikale, die durch die UV-Bestrahlung entstanden sind.

Reparaturarten:

  •  der beschädigte DNA-Abschnitt wird erkannt, entfernt und ersetzt. So werden Mutationen verhindert, falls das hauteigene Reparatursystem nicht überlastet oder fehlerhaft ist.
  •  oder das beschädigte DNA-Segment wird zunächst "umgangen", erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgt die Reparatur. Dieser Mechanismus arbeitet allerdings so fehlerhaft, dass durch die Reparatur oft mehr Mutationen entstehen, als durch die zugrundeliegende Strahlenschädigung.
  • Chemisch induzierte Schwielen können nach wiederholten Bädern mit Lipidlösemitteln und Wasser entstehen.

Regeneration von Hautverletzungen

Die Schicht der epidermalen Mutterzellen – die Basalschicht – sorgt durch stete Zellteilung (Proliferation) für eine kontinuierliche Erneuerung der Epidermis (Oberhaut). Tritt eine Verletzung ein, die auf die oberste Hautschicht beschränkt ist, können diese Hautschäden, sogenannte Erosionen, ohne Narbenbildung ausheilen. Reicht der Hautdefekt hingegen bis in die Lederhaut, ist also die Basalmembran mitbetroffen, so erfolgt die Abheilung zumeist unter Bildung einer Narbe. Dabei werden zerstörte Hautzellen durch Bindegewebe ersetzt.

Die Wundheilung erfolgt in mehreren, aufeinanderfolgenden Stadien: In der ersten Phase bildet sich durch Gerinnung des in die Wunde austretenden Blutes eine festhaftende, außen erhärtende Wundmembran (Wundschorf). In der darauffolgenden hauteigenen Reinigungsphase erfolgt die Zerstörung und Eliminierung der geschädigten, absterbenden Hautzellen.

Anschließend bildet sich vom Wundgrund her neues Bindegewebe und kollagene Fasern. Die Teilungsaktivität der Hautzellen kann während der Heilung durch die Anwendung von Heilsalben angeregt und unterstützt werden.

 Männerhaut

Was viele nicht wissen: Es gibt tatsächlich Unterschiede zwischen Frauen- und Männerhaut. So ist die Oberschicht bei Männern um ca. 15% dicker, daher auch robuster und widerstandsfähiger. Sie enthält mehr Kollagen und altert daher später. Wenn sie aber altert, dann umso sichtbarer. Sie produziert mehr Talg und kann daher stärker zu Unreinheiten neigen. Ab dem 40. Lebensjahr lässt die Talgproduktion nach, die Haut trocknet aus. In einem Männergesicht wachsen 6.000 bis 25.000 Barthaare, die durch tägliches rasieren entfernt werden. Auch beim Schwitzen gibt es Unterschiede zwischen Mann und Frau, denn der durchschnittliche Mann schwitzt bis zu dreimal stärker als die durchschnittliche Frau! Der Grund dafür ist, dass Männer stärker über die Haut entgiften. Darum haben Männer auch mehr Hautprobleme und Frauen eine schönere Haut. Frauen entgiften stattdessen über die Regelblutung.